Königsetappe

Nach meinem Ruhetag stand ein weiteres Touren-Schmankerl auf der Agenda. Den Puig war ich, wie auch das Cap, bis 2016 lange nicht mehr gefahren. So rollten wir auf Nebenwegen über Maratxi nach Bunyola. Dort hatte ja vor Jahren Hans mal den Marktplatz gefegt. Es war aber nur eine erste Durchgangsstation. Es folgte der Col de Soller. René war ja vor dem Aufenthalt am Knie operiert worden. Er wollte nur bis zum Col mitfahren und dann den Rückweg antreten. dann lief es bei ihm und mir ganz gut. Wir kamen relativ frisch oben an und konnten uns dem Fotografieren widmen.

Der Käptn schnaufte kurz durch und entschied sich dann, uns auf dem weiteren Weg zu begleiten. Er konnte ja auf die Unterstützung des Zufahrers zählen.

Auf der rasanten Abfahrt brauchten wir die Westen, die wir unten gleich wieder im Trikot verstauten. Die Sonne brannte auf der Westseite des Cols schon wieder.

Nach Soller begann dann der längste Anstieg der Insel hoch zum Puig. Das sind ca. 850 hm am Stück. Hier hatte ich am Anfang gute Beine und konnte sogar ein Stück mit den Raketen mitrollen. Irgendwann wurde es denen aber zu bunt und sie erhöhten die Schlagzahl und ließen mich stehen. Ich kam aber diesmal doch im vorderen Mittelfeld auf dem Parkplatz vor dem Gipfeltunnel an. So hatte ich Zeit, mich umzuschauen. Dabei entdeckte ich das erste Mal, wie nahe wir eigentlich nach der ganzen Kletterei immernoch an Soller waren. Auch das Meer hatten wir von dort oben noch im Blick.

Auch auf diesem Gruppenbild haben wir zum Gedenken an unseren Freund Ottmar seinen Platz freigehalten. Er hat uns sehr gefehlt.

Zu beachten sind auf diesem Bild noch Ralf's Oberschenkel, die fast die Hose sprengen. So gigantisch ist er auch gefahren.

Dann ging es durch den Tunnel über die Passhöhe. 

Nach der Passhöhe ging es in rasender Fahrt an den Stauseen vobei zur Abzweigung nach Sa Calobra. Diesen Pass ließen wir aber diesmal links liegen. Hier meint man schon, man hätte es in Richtung Tankstelle geschafft. Die Straße lehrt uns eines Besseren. Es geht ständig mit kurzen giftigen Rampen hoch und runter. Man ist wirklich froh, wenn ma am  Col de sa Bataia auf den Parkplatz rollt. Hier wurden erstmal die Tanks geflutet.

Den Heimweg quer über die Insel kannten wir zur Genüge. Diesmal wählten wir erstmals eine kürzere Variante. In Binissalem fuhren wir gerade aus weiter bis St. Maria. Von dort ging es nach Maratxi. Hier fuhren wir dann unseren Standardweg, nur in der anderen Richtung, bis zur heimischen Tränke.

Seit einiger Zeit sind um den Tauruspark/Paco starke Bauaktivitäten zu verzeichnen. Gegenüber wurde ein neues Luxushotel gebaut. 2016 waren die Rammen in Aktion. Das war nicht sehr angenehm.